ziemlich unterschätzt #01
Shownotes
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00:00:00: Vor fünfzehn und halb Jahren wurde ich Mutter von einer wunderbaren Tochter.
00:00:04: Gemeinsam mit jemandem, den ich erst ungefähr ein halbes Jahr lang kannte bevor ich schwanger wurde.
00:00:10: Wir haben uns dann gemeinsam dafür entschieden unsere Tochter zu bekommen und haben auch schon damals gesagt ganz optimistisch dass wir natürlich bestimmt das total gut hinkriegen werden gemeinsame Eltern zu werden selbst wenn wir kein paar bleiben sollten Und das haben wir definitiv ziemlich unterschätzt.
00:00:34: Hi, willkommen bei Ziemlich Unterschätzst!
00:00:37: Ich bin Lise de Gaetano und hier im Podcast möchte ich total gerne über weibliche Identität und Mutterschaft sprechen mit und ohne Kinder, mit und ohne Gebärmutter.
00:00:48: Und zwar interessiert mich total welche Geschichte Menschen mitbringen, welche Erfahrungen sie machen und an was sie eigentlich auch hier und da scheitern weil Leben ist ziemlich unterschätzt.
00:01:10: Als ich vor fünfzehnhalb Jahren in etwa Mutter wurde, wurde das ganz schön naiv und zwar kannte ja die Person mit der ich Mutter war der ersten halben Jahr Das heißt, wir kannten uns noch gar nichts.
00:01:22: War nicht super verankert!
00:01:25: Ich habe mir nicht viele Gedanken gemacht, sondern bin wirklich sehr naiv in die Mutterschaft an sich reingegangen.
00:01:29: Ich hab mir gedacht das wird schon alles gut.
00:01:31: Wir als Eltern haben uns auch gedacht es wird schon alle gut, sonst hätten wir's ja nicht gemacht.
00:01:37: Und dann nach relativ kurzer Zeit haben wir schon auch festgestellt.
00:01:40: also zum einen zusammen funktionieren jetzt nicht.
00:01:42: Wir haben uns dann getrennt und nachdem meine Tochter in etwa drei Jahre alt war hab ich mich in so eine Krise reingeschaufelt, also sowieso reingalopiert würde ich sagen durch meine Mutterschaft.
00:01:55: In der ich einfach nicht mehr vorkam und an Punkt geraten bin wo ich super erschöpft war und zwar auf jeglicher Ebene.
00:02:05: Ab diesem Zeitpunkt habe ich das erste mal dann begonnen mich damit zu beschäftigen was mir eigentlich gut tut, was ich brauche und was ich möchte.
00:02:15: Weil ich das erste Mal mit Menschen in Bührung kam die mir gesagt haben so hoch dass was du da aber machst ist aber auch ganz schön viel kein Wunder dass du so erschöpft bist und die wir nahegelegt haben doch mal anzufangen mich um mich zu kümmern weil das doch auch ganz schönen wertvoll sei.
00:02:34: dass das eine und das andere dass dieser Satz, solange es dem Kind gut geht – mit dem bin ich ja schließlich die ganze Zeit gegangen – ist alles in Ordnung.
00:02:42: Einfach nicht stimmt!
00:02:45: Andersrum, solang es der Mutter gutgeht kann er es dem kind auch gut gehen habe ich für mich daraus gemacht.
00:02:54: Das mag auch nicht für alle Stimmen.
00:02:55: Für mich war das dann quasi der Satz mit dem ich danach gegangen bin und ich sowohl meine eigenen Bilder Ich will über Mutterschaft, über Milch, über Weiblichkeit.
00:03:08: Wer bin ich?
00:03:08: Was will ich?
00:03:09: und so weiter alles gestartet habe und ins Leben gerufen hab.
00:03:12: Und dann irgendwie eben jetzt auch da gelandet bin wo ich heute bin.
00:03:18: Über die Jahre und über die Erfahrung mit Menschen, ich arbeite mit Menschen gemeinsam aber auch im Blick.
00:03:27: einfach nur in mein Umfeld sehe ich das ganz viele Menschen damit hadern mit Tee, mit Konzepten über Weiblichkeit.
00:03:36: Über was bedeutet es eigentlich?
00:03:38: Mit festgefahrenen Bildern über Mutterschaft.
00:03:41: Welche Rollen sind da drin?
00:03:42: Welche Erwartungen sind da drinnen?
00:03:43: Freunde von mir sind mit Sätzen ihrer Eltern groß geworden die sagen dass sie erst dann was wert sind wenn Sie eine Mutter sind oder Freunde die Kinder haben wollen aber es nicht geklappt hat und selbst immer in so einem Defizit quasi weitergehen.
00:04:02: Und ich gönne ganz viele Leute um mich herum, ganz viele Frauen die mit dem Thema Mutterschaft gehen und mit dem thema weibliche Identität gehen Also damit zu tun haben sich die Fragen stellen zweifel kreieren und Ich finde es ein total wichtiges Thema weil jedes Leben darin so wichtig ist jene Geschichte darin So wichtig ist noch nicht so eine große liebe.
00:04:26: auch der film finde diese großen theme oder diese Themen miteinander zu besprechen.
00:04:32: Ich glaube nicht daran, dass nur Menschen mit einem gewissen Akademischen Grad oder mit einem Gewissenberuf oder einer super krassen Expertise in einem Bereich sprechen sollten und sprechen dürfen – ich finde tatsächlich jede einzelne Geschichte jedes Lebens so wertvoll, das ich in diesem Podcast nicht nur mit Expertin sondern auch mit Menschen aus meinem Umfeld, aus dem Alltag sprechen möchte wo sie scheitern, wo sie bemerken dass die Weiblichkeit unterschätzt haben oder Mutterschaft unterschetzt haben.
00:05:10: Auch total gerne wo sie Erfolge haben oder wo sie merken.
00:05:13: so wow den Schritt konnte ich gehen weil es wird ein bunter Mix in der Auseinandersetzung von Weiblichkeit und Mutterschaft die nicht unbedingt miteinander verknüpft werden müssen aber doch auch aufeinander verlinkt sind.
00:05:29: Und worauf ich auch raus will hier in diesem Podcast ist wirklich zu untersuchen, wie wäre es wenn wir Weiblichkeitsbilder also Konzepte dekonstruieren, zerstören und dann nicht sofort ein neues bauen.
00:05:43: Sondern mal schauen was passiert eigentlich, wenn da eine Lehrstelle bleibt?
00:05:47: Und ich das ganz allein für mich ganz neu bilden darf!
00:05:53: Vielleicht ist das ja auch etwas, was dich auch interessiert.
00:05:56: Dann bleibe total gerne dran.
00:05:58: Beim nächsten Mal werde ich das Thema Mutter, die Qualität Mutter.
00:06:05: Mutter schafft an sich ein bisschen mehr durchleuchten und freue mich wenn du wieder dabei bist!
00:06:12: Deine Lisa von ziemlich unterschätzt.
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